Wie lange bleibt Asbest in der Luft? Schwebedauer & Absetzzeit

Asbest ist ein gefährlicher Baustoff, der bis in die frühen 1990er Jahre in vielen Materialien wie Asbestplatten, Asbest Putz oder Asbest Dämmung verwendet wurde. Die unsichtbaren Fasern können bei Beschädigungen und Sanierungen in die Luft gelangen und dort lange Zeit verbleiben.

Das Wichtigste in Kürze zu “Wie lange bleibt Asbest in der Luft”

  • Asbestfasern sind unsichtbar.
  • Sie haben eine lange Schwebezeit in der Luft.
  • Die Fasern können mehrere Stunden bis Tage in der Luft verbleiben.
  • Auf dem Boden abgesetzte Fasern können immer wieder aufgewirbelt werden.
  • Beim Fasernachweis ist eine fachgerechte Asbestsanierung erforderlich.

Schwebedauer von Asbestfasern

Nach der Bearbeitung von Asbest Leichtbauplatten oder einer Asbestdämmung können Asbestfasern ohne Luftbewegung 8 Stunden bis mehrere Tage in der Luft schweben. In einem luftstillen Raum mit 2,5 m Deckenhöhe benötigen sie bis zu 48 Stunden, um zu Boden zu sinken. Nach einem Brand oder mechanischer Bearbeitung von Asbestwolle verlängert sich die Schwebezeit erheblich.

Warum Asbestfasern so lange schweben

Das liegt am geringen Faserdurchmesser von etwa 0,02 bis 4 µm. Mit bis zu 20 mm sind sie vergleichsweise lang. Diese Eigenschaften sorgen für ein geringes Eigengewicht. WHO-Fasern mit einem Durchmesser von 3 µm und über 5 µm Länge gelten als noch kritischer.

Faktoren, die die Schwebedauer beeinflussen

Folgende Faktoren beeinflussen die Verweildauer:

  • Raumhöhe
  • Luftbewegung durch Personen oder Heizen
  • Luftfeuchtigkeit

In geschlossenen Räumen bleiben Asbestfasern aus Asbest Dämmung oder Sauerkrautplatten mit Asbest lange in der Luft. Im Außenbereich werden sie schneller verdünnt, aber durch Wind in einem größeren Umkreis verteilt.

Nach Freisetzung richtig lüften

Nach versehentlichem Bohren in Asbest Putz oder beim Versuch, Asbest Kleber erkennen zu wollen, sollten Sie 15 bis 30 Minuten stoßlüften. Währenddessen müssen alle Personen den Raum verlassen. Bei größeren Mengen sind mehrstündiges Lüften oder eine professionelle Luftreinigung, etwa durch die Obolus Group, nötig.

Gefahr durch abgesetzte Fasern

Fasern setzen sich nach dem Absinken auf Böden und Möbeln ab. Durch Staubsaugen oder Fegen werden sie erneut aufgewirbelt. Trockenes Kehren ist dann verboten. Nur die feuchte Reinigung mit Spezialgeräten ist zulässig, um Fasern von Asbestplatten oder Asbestdämmung zu binden.

Raumluftmessung nach Asbestfreisetzung

Nach einer Asbestsanierung ist eine Raumluftmessung Pflicht. Dafür gelten folgende Kriterien:

  • Die Messung dauert 8 Stunden.
  • Unter 500 Fasern/m³ gilt der Raum als sicher.
  • Ab 1000 Fasern/m³ besteht erneuter Sanierungsbedarf.

Übrigens: Die natürliche Hintergrundbelastung durch Asbestfasern liegt bei 100–150 Fasern/m³.

Lunge als dauerhafte Speicherstätte

Eingeatmete Fasern, z. B. von einem Asbest Dach verbleiben lebenslang in der Lunge. Es gibt keinen biologischen Abbau. Asbestbedingte Erkrankungen treten oft erst nach 15 bis 45 Jahren auf. Prävention ist daher entscheidend.

Fazit zu Asbest in der Luft

Asbestfasern können tagelang in der Luft schweben und stellen auch nach dem Absinken ein Risiko dar. Nur die fachgerechte Asbestsanierung und konsequente Schutzmaßnahmen verhindern langfristige Gesundheitsschäden.

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