Gussasphalt ist ein heiß eingebauter, bitumengebundener Estrich.
Er ist dunkelgrau oder schwarz
Asbestanteile sind selten, aber möglich
Verwechslungen mit teerhaltigem Estrich sind häufig.
Analyse ist zwingend bei Baujahr vor 1990.
Gussasphaltestrich zählt zu den robustesten Bodenaufbauten vergangener Jahrzehnte. Bei älteren Gebäuden bleibt oft die Frage, ob darin Asbestplatten-ähnliche Beimischungen oder versteckte Faseranteile vorkommen.
Was ist Gussasphaltestrich und Zusammensetzung
Gussasphalt besteht aus
- Bitumen
- Sand
- Splitt
- Steinmehl
Etwa 8 % Bitumen dienen als Bindemittel. Er wird heiß bei 220 bis 250 °C eingebracht und ist nach kurzer Zeit begehbar. Optisch ist er schwarz bis dunkelgrau. Da Gussasphalt wasserfrei ist, bietet er gute Trittschalldämmung und hohe Belastbarkeit. Die Beimischung von Asbest ist möglich und dann gelten die gleichen Regelungen für die Asbestsanierung wie bei Asbestplatten, Asbestputz oder Asbestdämmung.
Kann Gussasphalt Asbest enthalten?
Grundsätzlich ist Gussasphalt asbestfrei. Vereinzelt kamen jedoch asbesthaltige Armierungen oder Beimischungen zum Einsatz. Bis etwa 1990 wurden teils Asbest-Bitumenmassen verwendet, vor allem in Tiefgaragen und Heizräumen. Auch natürliche Asbestminerale wie Anthophyllit können in manchen Gesteinszuschlägen vorkommen. Gewissheit bringt ein Asbest Test im Labor.
Verwechslungsgefahr Gussasphalt und Teer
Optisch lässt sich Gussasphalt kaum von Teer unterscheiden. Beide wirken schwarz. Teer ist jedoch häufig PAK-belastet und kann auch Asbest enthalten. Bitumen hingegen ist weitgehend unproblematisch. Teer riecht stark und stechend, Gussasphalt kaum. Sicherheit bietet jedoch nur ein Asbest Test. Auch Experten von Fachfirmen wie der Obolus Group können die Frage “Wie sieht Asbest aus?” nicht beantworten.
Typische Einsatzbereiche von Gussasphalt
Gussasphalt wurde häufig in Industriegebäuden, Tiefgaragen, Kellern und öffentlichen Einrichtungen eingesetzt. In Nachkriegsbauten war er Standard in stark belasteten Verkehrsflächen. In Altbauten dient er oft als schwimmender Estrich unter Belägen. Zudem sind in den Gebäuden manchmal auch Asbestleichtbauplatten, Asbestwolle oder Asbestkleber zu erkennen.
Wann Laboranalyse bei Gussasphalt notwendig
Bei Baujahren vor 1990 sollte jeder schwarze Estrich untersucht werden. Vor Abbruch, Schleifen oder Fräsen ist ein Asbest Test durchzuführen. Die Analyse auf Asbest und PAK nach VDI 3866 oder IFA-Verfahren kostet meist unter 100 €.
Gesundheitsrisiken und Sanierung von Gussasphalt
Unbeschädigt besteht nur eine geringe Gefahr. Erst die mechanische Bearbeitung setzt Fasern frei. Das Risiko ist vergleichbar mit den Arbeiten an einem Asbest Dach oder bei Asbest Wellplatten oder Sauerkrautplatten mit Asbest. Dazu kommt die mögliche PAK-Belastung. Fachfirmen wie Obolus setzen emissionsarme Verfahren wie BT 33.6 oder BT 57 ein und arbeiten mit Abschottung, Unterdruck und Schleusen.
Entsorgung von Gussasphalt mit Asbest
Asbesthaltiger Gussasphalt muss bei der Asbestsanierung getrennt ausgebaut und als gefährlicher Abfall entsorgt werden. Abhängig vom PAK-Gehalt erfolgt eine thermische Verwertung oder Deponierung. Bei hohen Belastungen ist Deponie Klasse E vorgeschrieben.
Fazit zu Gussasphalt Asbest
Gussasphalt kann asbesthaltig sein, insbesondere bei älteren Baujahren. Eine professionelle Prüfung und gegebenenfalls Sanierung durch die Obolus-Group schützt Gesundheit und Rechtssicherheit.
FAQs zu Gussasphalt Asbest
Enthält Gussasphaltestrich immer Asbest?
Nein, Asbest kommt nur vereinzelt vor.
Wie unterscheidet man Gussasphalt von teerhaltigem Estrich?
Teer riecht stark und enthält meist mehr PAK.
Wann wurde Asbest in Gussasphalt verwendet?
Bis etwa 1990.
Wo findet man Gussasphalt mit Asbest im Gebäude?
Häufig in Tiefgaragen, Kellern und Heizräumen.
Wie wird Gussasphalt auf Asbest getestet?
Durch Materialproben nach VDI 3866 oder IFA-Verfahren im Labor.